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Presseartikel

 

Virtuelle Welten – Computeranimation mit Cinema 4D
Zwei Technikabende mit Rainer Hofmann im Ludwigsburger Filmclub LFC

Findet Nemo – Das große Krabbeln – Ice Age. Wer kennt Sie nicht, die computeranimierten Kinofilme, die uns in bunte Fantasiewelten entführen.

Doch die wenigsten der Kinogänger wissen, wie solche Filme entstehen. Rainer Hofmann gab beim Technikabend des LFC am 24.01.2017 einen Einblick in die Technik der Computeranimation.

Beim darauffolgenden Clubabend zeigte Hofmann dann in einem „Making of“, wie sein Film  „Hauptsache Netz“ entstand. Diese Computeranimation war auf dem internationalen Filmfestival der UNICA 2016 in Suceava, Rumänien mit einer Silbermedaille ausgezeichnet worden.

Zum Einstieg demonstrierte Hofmann an einem einfachen Beispiel die Schritte, die zum Computerfilm führen: Am Anfang muss, wie bei jedem Film, natürlich eine Idee stehen. Wenn ein Handlungsablauf festliegt, kommt der nächste Schritt:

Im virtuellen, dreidimensionalen Raum werden Objekte wie Landschaften, Gebäude oder Figuren modelliert, das heißt, mit der Maus werden am Bildschirm bestimmte Formen kreiert, vom einfachen Bauklotz-Häuschen bis hin zum ausdrucksvollen Gesicht - je nach Anspruch und Können des Animators.

Durch Texturen erhalten dann die Oberflächen der Objekte bestimmte Eigenschaften wie Farbe, Glanz, Spiegelung, Transparenz. 

Eine hohe Kunst – wie beim realen Film – ist das Ausleuchten. Virtuelle Lichtquellen mit verschiedenen Eigenschaften (Spot, Punktlicht, Sonne etc.) werden positioniert.

Damit aus den statischen Bildern ein Film wird, müssen die Objekte animiert werden. Hofmann zeigte dies an einem Spielzeugauto, das über eine kurvige Straße fährt. Er demonstrierte auch, wie man einen „walking cycle“ umsetzt, also wie man einer schlichten Gliederpuppe das Laufen beibringt. Auch auf spontane Ideen der Zuschauer ging Hofmann ein: Der gewünschte Fisch im Teich war ein Werk von wenigen Minuten.

Der nächste Schritt ist oft sehr zeitaufwändig: Die Bilder müssen gerendert werden. Der Computer berechnet Bild für Bild die Szene. Dabei werden Vorgaben wie Lichtquellen, Spiegelungen und Schattenwurf berücksichtigt. Pro Sekunde (Video-)Film müssen 25 Bilder berechnet werden. Der Rendervorgang für einen 10-Minutenfilm kann damit schon leicht mal zwei Wochen dauern.

Hofmann verwendet Computeranimationen in seinen Realfilmen für Titel, animierte Landkarten oder um technische Vorgänge anschaulich zu machen. Auch drei   komplett animierte Filme sind in seiner Bastelstube entstanden: „Die Musikmaschine“, „Klänge aus der Retorte“ und „Hauptsache Netz“. An Beispielen dafür, was auch ein „Einzelkämpfer“ erreichen kann, fehlte es also nicht.

Die anwesenden LFCler zeigten großes Interesse und hatten viel Spaß. Und sie haben jetzt eine Vorstellung, wie computeranimerte Filme entstehen und wie viel Arbeit dahinter steckt. Vielleicht ein Grund, mal wieder ins Kino zu gehen?

09.02.17/R. Hofmann

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