Einladung zum Herbst-Seminar des Landesverbandes der Filmautoren

Baden-Württemberg e.V.

Tongestaltung im Film

Ein Film besteht zu 50 Prozent aus Bild und zu 50 Prozent aus Ton. So weit die Theorie. Schaut man sich Wettbewerbsbeiträge der Filmamateure an, wird aus diesem Grundsatz eher eine Bitte.

Der Ton bildet neben dem Bild eine zweite Erzählebene, die der kreative Filmemacher für vielfältige Einsatzzwecke nutzen kann: als Bildraumerweiterung, zum Beschleunigen oder Verlangsamen von Handlungselementen, zur geografischen Einordnung, als Ausdruck der Empfindungen von Protagonisten, zum Glätten der Schnittfolge, zum Klammern von zusammengehörigen Bildern und und und.
„Äh, und wie geht das???“ fragt der geneigte Leser.

Wer sagt eigentlich, dass Ton immer an derselben Stelle geschnitten werden muss wie das Bild? Das Tagesseminar macht Mut, durch geschicktes Versetzen der Tonschnitte mehr Fluss in den Film zu bringen und Längen zu überspringen.

Eine Sekunde Musik transponiert mehr Emotionen als zehn Sekunden Sprechtext - schon wieder so ein Grundsatz… Wie muss die Musik beschaffen sein, die das schafft? Woher bekomme ich die richtige Musik?

Ein Filmton besteht aus Sprache, Musik, Geräuschen. Wie kann ich Geräusche geschickt einsetzen, um dem Betrachter unbewusst Zusatzinformationen unterzuschieben, die das Bild nicht bietet? Beispiel: Ein Protagonist steht in der Küche und bereitet eine Mahlzeit zu. Woran erkennt der Zuschauer, dass es sich um ein Frühstück und nicht das Abendessen handelt?

Antworten auf all diese Fragen und viele weitere Tricks bietet das Seminar „Tongestaltung“ von Volker Bublitz an. Vielleicht geht danach ein Ruck Richtung Prozentsatz Ton durch Ihren Film… Zur Anmeldung
 




Karte mit Orten, in denen sich Filmclubs in BW befinden. Die Adressen finden Sie hier

© Landesverband der Film-Autoren Baden-Württemberg - Geschäftsstelle: Walter Reichhart (1. Vorsitzender), Konstanzer Str. 63, 78315 Radolfzell

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